Sonntag, 24.09.2017
Die DPSG - Abenteuer und mehr

Deutsche Pfadfinderschaft Sankt GeorgEin Porträt der DPSG

Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) versteht sich als
Kinder- und Jugendverband mit pädagogischen Zielen. Im
ursprünglichen Jungen- und Männerverband ist die Mitgliedschaft
von Mädchen und Frauen seit 1971 selbstverständlich.
Die DPSG unterscheidet vier Altersstufen: Sieben- bis Zehnjährige heißen
Wölflinge, Zehn- bis 13-Jährige Jungpfadfinderinnen und Jungpfadfinder.
Zwischen 13 und 16 Jahren werden die Jugendlichen Pfadfinderinnen und
Pfadfinder, zwischen 16 und 20 Jahren Roverinnen und Rover. In jeder
Altersgruppe begleiten Teams von erwachsenen Frauen und Männern die
jungen Leute als Leiterinnen und Leiter – ehrenamtlich.
Die Gruppen vor Ort heißen Stämme, fünf bis 15 werden zu Bezirken
zusammengefasst. Alle Stämme eines Bistums bilden den Diözesanverband.
Der Bundesverband umfasst alle Gliederungen der DPSG. Er hat seinen Sitz
in der Bundesstelle in Neuss-Holzheim. Das Bundeszentrum mit seinen zwei
Zeltplätzen und vier Gruppenhäusern liegt in Westernohe im Westerwald.

Robert Baden-Powell, BiPi (1857-1941)Erziehung zur Selbstständigkeit

Die DPSG ist mit rund 95.000 Mitgliedern der größte katholische
Pfadfinderverband und gleichzeitig einer der größten Kinder- und
Jugendverbände in der Bundesrepublik. Pädagogisches Ziel ist die Erziehung
von jungen Menschen zu Selbstständigkeit und Eigenverantwortung.
Pfadfinderinnen und Pfadfinder entdecken ihre Umwelt durch bewusstes
Handeln. Ihr Verständnis der Welt beruht auf den Grundsätzen des
christlichen Glaubens.
Das politische und soziale Engagement der Pfadfinder zeigt sich in vielen
Bereichen. Zum Beispiel bei der Integration von Menschen mit
Behinderungen im täglichen Leben oder im Zeltlager. Oder bei
internationalen Begegnungen.

Partnerschaften

Der Blick über den Zaun ist für Pfadfinder selbstverständlich. Die DPSG und
die Scouts e Guides de France sind Gründungsmitglieder des Deutsch-
Französischen Jugendwerkes und pflegen eine intensive Partnerschaft. Gute
Kontakte unterhält die DPSG auch zu den Pfadfinderverbänden in
Osteuropa, in Israel, Palästina und im Libanon.
Bereits im Alltag setzen sich die Pfadfinder für Völkerverständigung,
Weltoffenheit und Toleranz ein. In den Gruppen demonstrieren deutsche
und ausländische Kinder und Jugendliche, wie einfach gegenseitiges
Verständnis und friedliches Zusammenleben möglich sind. In der
Entwicklungspolitik zeugen lokale und regionale Projekte in enger
Partnerschaft mit Pfadfinderverbänden aus Bolivien, Ruanda und Benin von
einer engagierten Arbeit.

Friedenspfadfinder

Im Einsatz für den Frieden sind Pfadfinderinnen und Pfadfinder aktiv. Die
Weltorganisation der Pfadfinderbewegung hat 1981 den Friedenspreis der
UNESCO erhalten. Jährlich am 3. Advent geben Pfadfinderinnen und
Pfadfinder in vielen deutschen Städten das »Friedenslicht aus Betlehem«
weiter. Mit der symbolischen Aktion unterstreichen sie ihren Anspruch,
Friedenspfadfinder zu sein. Nicht zuletzt spielt der Umweltschutz eine
wichtige Rolle. Pfadfinder lernen, im Leben »draußen« die Natur zu
bewahren und Verantwortung für die Schöpfung zu entwickeln.